HomeKurzvitaRepertoireGedichteGeschichtenImpressum

Festliches Mahl in Ellerkamms Hotel "Tann-Eck"


Am Rande von Schellbach, einem Dörfchen im Knüll,
steht das Hotel "Tann-Eck", ein Panorama-Idyll.
Hier hat der Frank uns eingeladen,
nach den Karnevaleskapaden,
zu einem besinnlichen, festlichen Mahl
in ELLERKAMMs recht gemütlichem Lokal.
Doch, was hat der Frank sich nur gedacht,
daß er uns heute um halb acht,
kommen ließ zum Stell-Dich-Ein
bei Harfenklang und Kerzenschein
zu einem Spektakulum,
fast aus dem Mittelaltertum? -
Der Gast soll keinem Laster frönen,
Frank will ihn nur etwas verwöhnen.
- Denn seines Planes Quintessenz:
Es schläft auch nicht die Konkurrenz!!!
Und zu diesem festlichen Gelage,
darüber man sich nicht beklage!
Um das Ganze auszuloten:
Was wird denn eigentlich geboten?
Geboten wird in diesem Haus
ein Gaumen- und ein Ohrenschmaus!
Doch zunächst zu den Schlemmerfreuden
müssen wir ein paar Worte vergeuden:
Ob wir bekommen den erhofften Applaus?
Zur Eröffnung kommt als Gängekäppchen
zunächst zum Appetit ein Häppchen.-
Gereicht wird ein Fünf-Gänge-Gericht,
die Küche nahm man in die Pflicht.-
Es folgt als Vorgericht, ganz feudal,
die Rindskraftbrühe " Royal".
Mit Feldsalat und Kartoffeldressing
der Gast den dritten Gang empfing.
Im 4. Gang ein Hauptgericht,
auf eine Bemerkung man nicht verzicht:
Denn es gibt Filet vom Wild,
das Frank selbst hat im Wald gekillt!
(Und wer das noch nicht verstand:
Er hat's erlegt mit eigener Hand!)
Filet vom Wild läßt er uns bringen,
garniert mit frischen Pfifferlingen.
Dazu Herzoginkartoffeln mit Rosenkohl
bei einem Glase Wein - zum Wohl!
Zum fünften Gang, dem zweiten Hauptgericht,
auf das ein Feinschmecker nicht verzicht',
gibt's in Rahmsauce Wildschweinbraten,
und zu diesem delikaten
reicht man Apfelkohl nebst Kroketten, -
(es verrutschen etwas die Servietten)
Als Desert für den verwöhnten Gaumen
gibt`s noch Zimteis mit heißen Pflaumen!

Um die Rede abzurunden,
hoffe ich, es wird Euch munden!
Deshalb mach` ich jetzt `nen Schnitt
und wünsch Euch guten Appetit!!
In mittelalterlicher Tracht
hab` ich die Harfe mitgebracht.
Zur Tafel und zum Wohlgelingen
sollen ein paar Saiten erklingen.

© Karl-Heinz Will
Impressum