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Steckbrieflich gesucht



Rumpf/Ho(h)lbein in Körperwelten, ihre Etikettenträger werden nicht kriminalisiert wie kürzlich der "Gunther von Hagen", der seine Körper aus zweifelhaften Motiven "Anatomische Präparation zur Stärkung des Gesundheitsbewußtseins" aus Ländern, Kontinenten herbeigeschafft, um an ihnen bei Vernissagen Vermögen einzuhamstern.

Bitte bei der Sektion "Bewegungsapparat" melden!

Nein, sie tragen ihre Namen wie ihre Haut zu Markte, wobei die ersteren als regelrechte Aufhängerhaken für die Familiennamen fungieren.

Rumpf, Aufhänger Ewald, und Ho(h)lbein, der an seinem Ulrich hängt, treten zu so genannten Körperschaften oder in Körperwelten auf. Ewald, der e im Wald steht, könnte auf Grund seines Familiennamens "Rumpf" (Rumpf beugt! Turnvater Jahn lässt grüßen) auf den Gedanken gekommen sein, neben der Kunst Musik, die er mit der Geige gehörig malträtiert, es mal mit dem Nachformen von Menschen, alle ausgestattet mit Rümpfen, zu probieren. Nach Euch wird gefahndet, weil ihr Eure Körperteile den Körperwelten zur Verfügung stellt, obwohl datengeschützt, weil oft missbräuchlich benutzt, in Listen und Statistiken. Beim Alphabet tretet Ihr zuerst auf z. B. Ho(h)lbein vor Rumpf. Ihr seid auf der Suche nach anderen Körperteilen, Gliedern, tretet dann zu Verschwörungen zusammen.
Bei Ho(h)lbein (hohler Knochen) könnte man auf Hohlkopf schließen, semantisch, doch weit gefehlt! Analytisch könnte man 'hol den Teufel' oder 'holterdiepolter' mutmaßen, obwohl Ulrich figürlich nicht gerade einer der Korpulentesten ist. Langhaarig mit einem langen Chinesenbart, könnte er aus einem Buddha angehörigen Land stammen, das er schon bereiste, Vorbild und deren Philosophie mitbrachte. Juristisch müsste man klären, ob es sich um 'Körperschaften des öffentlichen Rechtes' oder um 'natürliche Personen' handelt.
In Sachen Körperwelten müsste man auch Ludwig Karner einreihen. Denn Karner ist die Grabkammer, wo die Gebeine aufbewahrt werden.
Ulrich Holbein enthält auch die Aufforderung 'Hol das Bein!' Gevatter Tod gibt sich die Ehre. Ich denke bei 'Beinhaus' an das Gedicht von Erich Kästner 'Verdun, viele Jahre später'.
Nach der Namensbetrachtung könnte man bei Ulrichs Outfit weiter assoziieren: Lange hagere Gestalt mit entsprechend passender Kopfbedeckung, einem Hut, unter dem das dunkle schwarze Haar hervorlugt, einem dunklen Mantel und mit etwas zu klobigen Schuhen: der personifizierte Sensenmann mit entsprechendem Zubehör (alter bemalter Koffer: Inhalt - ein hohler Knochen?) -

Ihr werdet steckbrieflich gesucht 'Ulrich Hohlbein, Ludwig Karner und Ewald Rumpf'!


Karl-Heinz Will
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